Zwei gut besuchte Apéros füllen den Kronenmattsaal

Am 7. Januar feierte der Binninger Gemeinderat die Neuzuzüger der Gemeinde und das neue Jahr an zwei Veranstaltungen.

An verschiedenen Informationsständen wurde die Vielfalt des Binninger Vereinslebens deutlich. Vertreten waren unter vielen anderen der Verkehrsverein Leimental, die Metallharmonie, das Familienzentrum Binningen FAZ, die Freizeitwerkstatt Holz, der Tischtennisclub Binningen und die Pfadi St. Benno. Daneben hatten aber auch alle Parteien einen Stand und Elif Cakar, Simone Abt, Marco Giani und Hubert Steffen, die vier Kandidierenden für die Gemeinderat- Ersatzwahlen vom 8. März, waren an ihren Parteiständen oder im Publikum zu sehen. Auch der gesamte Gemeinderat war im Publikum zu sehen.

Der Frauenchor und das Akkordeonorchester.
Vielfältige Vereinsstände

Nicht fehlen durfte die Binninger Fasnacht, die an diesem Abend erstmals die neue Blaggedde (BWB berichtete) präsentierte und verkaufte. Am Fasnachtsstand anzutreffen waren Romeo Schmid sowie die Blaggedde- Künstlerin Melanie Meyer Kopfmann und der neue Obmann Ändy Kopfmann-Meyer. Von der Musikschule Binningen-Bottmingen waren Schulleiterin Linda Loosli und Konrektorin Carla Branca Behle anzutreffen. Sie nutzten den Abend, um die Musikschule sichtbar zu machen und Kontakte zu pflegen, nicht zuletzt mit Politikerinnen und Politikern. Musikalische Bildung auf einem so hohen Niveau kostet – was in der Politik immer wieder zu reden gibt (zuletzt an der Gemeindeversammlung in Bottmingen vom 16. Dezember). In ihrer Rede zum Neuzuzüger- Apéro lobte Präsidentin Caroline Rietschi die Neu-Binningerinnen und Neu-Binninger dafür, hierher gezogen zu sein. «Die Gründe, warum Sie sich für Binningen entschieden haben, sind so vielfältig wie die Menschen, die sich heute hier versammelt haben.» Rietschi erwähnte, dass die Gemeinde kantonsweit den vierttiefsten Steuerfuss hat und sie kam auf die Vereine zu sprechen. Sie nutzte die Gelegenheit für einen Appell an die Anwesenden, sich in Binningen zu engagieren: «Machen Sie mit! Es wäre schade, wenn Sie nur zum Schlafen nach Binningen kommen. Je schneller Sie das tun, desto wohler fühlen Sie sich. So können Sie einen Beitrag leisten, damit Binningen noch schöner wird.» Schliesslich kam sie auf den Schulhausneubau im Zentrum und auf die Sanierung des Binninger Schlosses zu sprechen. Zu guter Letzt folgte ein Hinweis auf die Gemeinderat- Ersatzwahl vom 8. März und die am gleichen Tag anstehende Volksabstimmung zum Energiefonds. Als der Neuzuzügerapéro sich seinem Ende näherte und nahtlos in den Neujahrsapéro überging, füllte sich die Kronenmatthalle mit immer mehr Leuten. Die Senioren 40+ des SC Binningen, die die Bar bedienten, hatten alle Hände voll zu tun. Zu geniessen gab es süssen und salzigen Guggelhupf. Bei den Getränken standen Rotwein und Weisswein parat, nebst alkoholfreien Varianten. Das Buffet erfreute sich den ganzen Abend lang grosser Beliebtheit. Musikalisch untermalt wurde der Anlass vom Frauenchor Binningen und vom Akkordeon Orchester Binningen Bottmingen.

 

Um Worte ringen

Auch am Neujahresapéro hielt Gemeindepräsidentin Caroline Rietschi eine Rede. «Ich muss gestehen, dass ich mich in diesem Jahr sehr schwergetan habe mit meiner Ansprache », sagte sie gleich zu Beginn. Angesichts der Katastrophe von Crans-Montana stellte sie die Frage, was man da überhaupt noch sagen kann. «Wir sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen sowie den Feuerwehrleuten und den Rettungsleuten.» Rietschi kam ebenfalls auf die Ereignisse in Venezuela zu sprechen: «Die Ereignisse überschlagen sich, es gibt so viele Fragen und Unsicherheiten. Das macht den Leuten Angst.» Sie stellte die Frage in den Raum, welche Auswirkungen dieser Präzedenzfall auf andere Grossmächte haben wird. «Greift China jetzt Taiwan an? Fühlt sich Russland bestärkt und verhindert weiterhin jegliche Friedensbemühungen in der Ukraine?»

Zuversicht trotz allem

Als die Gemeindepräsidentin erwähnte, dass für kurze Zeit überlegt worden sei, den Neujahresapéro aus Pietätsgründen gegenüber den Opfern von Crans-Montana abzusagen, war aus dem Publikum ein halblautes «Nein!» zu hören. Rietschi betonte in ihrer weiteren Rede, wie wichtig es ist, einander Halt zu geben und Zusammenhalt zu leben. «Lassen Sie sich nicht entmutigen von all den Krisen, sondern gehen Sie das Leben trotz allem positiv an. Sie und wir alle haben nur dieses eine.» Es sei wichtig, «zuversichtlich auf das neue Jahr anzustossen, sich nicht entmutigen zu lassen und es positiv anzugehen». Nach dieser Ansprache ging der Abend mit angeregten Gesprächen und vielen Begegnungen weiter. Das Buffet erfreute sich ungebrochener Beliebtheit und das aufgelegte neue «Binninger Wochenblatt » stiess auf grosses Interesse.

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