Neujahrsapéro im geheizten Überwinterungsgewächshaus

Der KMU-Verein BiBo lud am 15. Januar zum Neujahresapéro in die Räumlichkeiten der Senn Blumen AG.

Heiner Senn und Thomas Jundt erwarteten die Gäste vor dem Überwinterungsgewächshaus. Eine Feuerschale brannte und lud dazu ein, noch etwas länger draussen zu bleiben, der Kälte zum Trotz. Nach und nach trudelten etwas mehr als fünfzig Vereinsmitglieder und Neugierige ein. Schnell zeigte sich die Vielfalt der Gewerbetreibenden: Mental-Coaching-Expertin, Physiotherapeuten, Modeboutiquen, Immobilienverwalter und -unterhalter, Apothekerinnen, IT- und Telefonie-Firmen waren vertreten. Auch Thibault Wendling, der Gastgeber im Binninger Schloss, war unter den Anwesenden zu entdecken, nebst Vertreterinnen und Vertretern der Dienstleistungsbranche, etwa Versicherungsexperten. Im KMU-Verein sind mehr als 100 Betriebe versammelt. Yves Bandini, der Vizepräsident des Vereins, freute sich, dass so viele Leute an den Apéro kamen: «Heiner Studer und Thomas Jundt haben geweibelt, E-Mails geschrieben und herumtelefoniert. Es ist viel Schwung spürbar.»

Ein Toast aufs neue Jahr

Der Neujahrsanlass des KMU-Vereins findet jedes Mal an einem anderen Ort statt – es meldet sich immer ein anderes KMU und stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Vom Gemeinderat Eva-Maria Bonetti, Lukas Alt und Philippe Meerwein waren unter den Anwesenden. Viele Anwesende waren sich einig, dass es einer der am besten besuchten Vereinsanlässe seit Langem ist.

Nachdem die Gesellschaft sich ins angenehm warme Überwinterungsgewächshaus verschoben hatte, richtete der momentane Präsident Stefan Kürsteiner das Wort an die Anwesenden. Er freute sich, dass mit Heiner Senn und Thomas Jundt nun ein neues, zupackendes Team im Begriff ist, den Vorstand zu übernehmen. Kürsteiners Toast aufs neue Jahr wurde von den Anwesenden mit Applaus und Gläserklirren verdankt. Als Nächstes hielt Heiner Senn eine kurze Rede. Senn kandidiert an der nächsten KMU-GV als neuer Präsident, gemeinsam mit dem Vize-Präsidiumskandidaten Jundt. Senn war zehn Jahre Vizepräsident und zwei Jahre Präsident der Gärtnermeister beider Basel. Daneben ist er seit zwanzig Jahren Prüfungsexperte. «Als ich angefragt wurde, ob ich Interesse habe, Präsident der KMU Binningen zu werden, habe ich gerne angenommen», sagte er.

Anstossen mit Capri-Sonne

Dann ergriff Jundt, Geschäftsführer und Inhaber der Alabor Gartenbau AG, das Wort. «Wir wollten uns zuerst bei uns im Paradieshofweg treffen. Dann aber war es so kalt, dass ich Heiner fragte, ob wir uns auch hier bei ihm im Gewächshaus treffen können.» Das gut gelaunte Publikum quittierte es mit einem Lachen und war froh, hier in diesem schön warmen Gewächshaus neben Geranien, Orangen und Zitronen aufs neue Jahr anstossen zu können. «Das Jahr hat nicht so toll angefangen. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt hier zusammenstehen für Binningen, etwas anreissen und tolle Sachen machen.» Er wünschte sich möglichst viele Mitglieder für den KMU-Verein und weniger Bürokratie in der Zusammenarbeit von KMU, Behörden und Gemeinderat. Danach war das Buffet eröffnet, das mit Köstlichkeiten, Bier und Wein lockte. Daneben gab es aber auch Capri-Sonnen zu trinken, was keine Selbstverständlichkeit ist an Anlässen dieser Art.

Wo der Schuh drückt

Eine Umfrage unter den Anwesenden förderte verschiedene Herausforderungen zutage, mit denen es die Binninger KMU zu tun haben: Neben Generationenwechseln in Familienbetrieben und steigenden Mieten sowie generell steigenden Kosten wurden Stau und der Fachkräfte- und Lehrlingsmangel erwähnt, aber auch die Stadtnähe und damit einhergehend die geringe Laufkundschaft. «Das Problem ist, dass die Leute zu wenig sagen, komm, lass uns in Binningen shoppen gehen. Dafür gehen sie in die Stadt», sagte Vizepräsident Bandini im Gespräch mit dem BWB. Auch, dass die Gemeinde nicht mehr wie früher Geschenke bevorzugt bei lokalen KMU kaufe, sei ein Problem. «Darum wollen wir den Bezug zur Gemeinde stärken», sagte Bandini. Auf die Aussichten des KMU-Vereins im neuen Jahr angesprochen, antwortete er: «Wir freuen uns über die Aufbruchstimmung, die jetzt mit Heiner Senn und Thomas Jundt in den Verein kommt. An Heiner waren wir jahrelang dran, jetzt freuen wir uns umso mehr, dass er zugesagt hat.»

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